093 - Paul Klee, Figur im Garten, 1937

Paul Klee, Figur im Garten, 1937

093 - Paul Klee, Figur im Garten, 1937

Einen letzten Durchbruch erlebte Klee Ende der 1930er Jahre, nachdem sich in seinem Leben und Werk ein tiefer Einschnitt ereignet hatte – einerseits durch die Emigration aus Deutschland, andererseits durch eine schwere Krankheit. 1936 war seine Arbeitsleistung auf einen Tiefpunkt gesunken, bevor er sich im folgenden Jahr langsam emporzuarbeiten begann und 1939 die höchste Jahresproduktion seines gesamten Künstlerlebens erreichte. Die Gruppe von Pastellen stellen bis zu einem gewissen Grad technisches Neuland dar, da Klee zuvor nur selten mit Farbkreiden gemalt hatte, und sie überraschen durch ihre lebensfrohe Buntheit. Vor allem aber bereiteten sie eine neue Bildsprache vor – ein Alphabet aus Zacken, Winkeln und Bögen. Alle Elemente ineinander verzahnt, entsteht ein gleichmäßiger Teppich, in dem selbst die Hauptfigur erst allmählich zu erkennen ist. Der blasse Rumpf mit seiner Knopfleiste tritt hervor, das Gesicht dagegen, mit seinem verschatteten Auge, weicht zurück, als wolle es nicht erkannt werden.