Am 1. Juli 2023, zum 30-jährigen Bestehen des Museums, übergab die KK-Stiftung Murnau dem Schloßmuseum Murnau ihre Blaue-Reiter-Sammlung als Dauerleihgabe. Diese Arbeiten werden nun in den Dialog gesetzt zum Schaffen Paul Klees, der innerhalb der Künstlergruppe des Blauen Reiter eine Sonderstellung einnimmt. Obwohl Paul Klee und Wassily Kandinsky zwischen 1908 und 1914 nur wenige Meter entfernt voneinander in der Ainmillerstraße 32 bzw. 36 wohnten, lernten sie sich erst im Oktober 1911 über Klees Berner Schulfreund und Künstlerkollegen Louis Moillet in München-Schwabing kennen. In der ersten Ausstellung der Redaktion des Blauen Reiter in der Münchner Galerie Thannhauser, die am 18. Dezember 1911 eröffnet wurde, war Paul Klee noch nicht vertreten. Die Ausstellung bestand nur aus Gemälden und Klee verstand sich zu diesem Zeitpunkt überwiegend als Zeichner und Grafiker. Erst in der zweiten Ausstellung der Redaktion des Blauen Reiter im Frühjahr 1912 in der Münchner Buch-und Kunsthandlung Goltz mit dem Titel „Schwarz Weiss“ nahm Klee mit 17 Werken teil. Unter seinen ausgestellten Werken befand sich auch die Tuschfederzeichnung „Steinhauer II“ aus dem Jahr 1910, die einzige Arbeit Klees, die im Almanach „Der Blaue Reiter“, der 1912 erschien, abgebildet ist. Ein konservatorischer Hinweis zur Ausstellung: Bitte beachten Sie, dass wir zur Schonung der empfindlichen Papierarbeiten das Licht stark reduzieren mussten.